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Montag, 15. Juli 2013

VIER

Vier Eizellen. Schönen Dank auch. Mit viel habe ich aufgrund der kurzen Stimu nicht gerechnet, aber vier...

Habe im Auto erst mal eine Runde geweint. Ich habe eine Scheissangst vor dem Anruf morgen. Das letzte Mal hatten wir 50% Befruchtungsrate. Blieben zwei. Aber mit welcher Qualität?

Donnerstag, 23. Mai 2013

Vorschau auf Morgen und Rückblick auf Gestern

Punktion + 1 / Transfer - 1

Ich hasse das, wenn man stundenlang aufs Telefon starrt, weil man auf einen Anruf wartet. Als wenn das Telefon dadurch eher klingeln würde.

Die Biologin hat mich gerade angerufen und wir bekommen morgen zwei hübsche Zellhäuflein zurück. Das ist ja genau das, was ich hören wollte und alles andere ließ sich unsererseits sowieso nicht beeinflussen. Der Transfer ist für morgen 12.40 geplant und ich bekomme auch ein Foto von den kleinen Häuflein (ich habe schon mal gefragt, falls ich es morgen vergesse und die Biologin sagte mir, dass das sowieso Standard in der Klinik wäre).

Aber der Vollständigkeit halber hier trotzdem die Information in ihrer Gesamtheit:

Von den 16 Eizellen haben sich 8 regulär befruchten lassen. Das Sperma sah gut aus (was ich angesichts angeblicher Teratozoospermie und Parvisemie erstaunlich finde, aber ich bin ja kein Experte). 

Ein Teil der Eizellen war noch nicht reif, was angesichts der Tatsache, dass Montag nur ein Teil sichtbar war, vermutlich nicht verwunderlich ist. Eine Zelle hat sich nur inkorrekt befruchten lassen.

Von den 8 Eizellen haben sie nun die Besten für den morgigen Transfer ausgesucht. Allerdings ist die Qualität insgesamt nicht so gut, als dass sie ein Einfrieren überstehen würden, also wird es keine Eisbärchen geben. Darauf hatte ich aufgrund der Anzahl der Eizellen eigentlich gehofft, denn wenn ich überlege, dass ich die gleiche Prozedur vielleicht bald wieder machen darf, graut es mir ein wenig, aber wir sind ja schließlich nicht bei "Wünsch dir was". Und mit meinen beiden Zellhäuflein werde ich vollauf zufrieden sein und hoffe sehr, dass mind. einer davon die nächsten 40 Wochen in meinem Bauch wächst und gedeiht.


Ich würde gern noch zwei Fragen in den Raum werfen, die mir vielleicht jemand beantworten kann:

1. Habt ihr eine Ahnung, warum ich 1h vor dem Transfer nicht mehr auf die Toilette darf bzw. die Blase gut gefüllt sein soll?

2. Da ich ja dann zumindest ein bisschen schwanger sein werde, soll ich mich dann schon exakt an sämtliche Ernährungsempfehlungen für Schwangere halten? Das werde ich vermutlich tun, sonst hätte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber, aber wie macht ihr das?


Ich wollte auch noch mal den gestrigen Tag ein wenig auseinandernehmen und noch ein bisschen was zur Punktion berichten:

Ich bin ja ein absoluter Pünktlichkeitsfanatiker und nachdem wir gestern um einiges später losgefahren sind als geplant habe ich die ganze Autofahrt nur auf die Uhr gestarrt. Wider Erwarten haben wir es absolut pünktlich geschafft und sogar auf dem Klinikparkplatz einen Platz gefunden. Mit Parkplatz suchen wäre das demnach nichts geworden, aber das Glück war auf unserer Seite.

Im Infoblatt der Klinik stand, dass die Partner im OP-Bereich keinen Zutritt haben, aber ich war trotzdem ziemlich enttäuscht, als ich ohne meinen Mann dort reingehen musste und ich ihn erst wiedersehen würde, wenn es nach Hause geht.

Im OP-Bereich gab es 5 separate Zimmerchen, jeweils mit Bett, Stuhl und abschließbarem Schrank. Das fand ich gut, denn direkt neben anderen Damen liegen zu müssen, davor hat mir schon gegraut. Im meinem Zimmer hat mich direkt ein Briefumschlag empfangen - darin lag bereits die Rechnung der Narkoseärztin. Hätte man mir den nicht im Nachgang geben können???

Zum Glück musste man nicht so ein furchtbares OP-Hemdchen anziehen, sondern durfte ein eigenes Nachthemd tragen (die Suche danach hat mich allerdings fast zur Verzweiflung gebracht, denn üblicherweise trage ich so etwas nicht und ich hatte die alten Nachthemden schon für die Altkleidersammlung ausrangiert - aber nach längerem Suchen wiedergefunden und noch mal schnell gewaschen :-) ).

Im OP hat mich schon mein behandelnder Arzt Prof. K. erwartet. Die Einleitung zur Narkose fand ich nicht so angenehm - ich hatte einen ganz komischen Geschmack im Mund - aber viel Zeit, darüber nachzudenken, hatte ich dann nicht, denn dann habe ich auch schon geschlafen.

Aufgewacht bin ich dann im Bettchen in meinem Zimmer - aber wie haben sie mich vom OP-Stuhl ins Bett bekommen? Ich hatte ziemliche Bauchschmerzen, habe dann aber per Tropf direkt ein Schmerzmittel bekommen und nach einer Stunde war ich schmerzfrei. Irgendwann ging die Tür auf und mein Mann kam herein - das hatte mich tierisch gefreut, dachte ich doch, Männer dürfen gar nicht rein. Aber wenn alle OPs gelaufen sind und jede Dame wieder in ihrem Zimmer liegt, haben sie wohl doch Zutritt.

Dann hat er mir erst mal von seinem Teil des "Beitrags" erzählt - stelle ich mir nicht sehr angenehm vor, so auf Kommando...

Irgendwann kam dann Prof. K. und berichtete von der Ausbeute. Leider ist er morgen nicht da, so dass ein anderer Arzt den Transfer durchführen wird, aber er meinte, wir würden uns dann zum Baby-TV wiedersehen :-)

Da aufgrund der Anzahl der Eizellen eine Gefahr der Überstimulation da ist, hat er mir noch Cabergolin verschrieben. Daheim habe ich dann in der Packungsbeilage gelesen, dass die nicht bei niedrigem Blutdruck genommen werden sollen. Da das bei mir aber der Fall ist, habe ich dann zur Sicherheit noch mal in der Klinik angerufen - darf ich trotzdem nehmen, aber am Besten direkt vorm Einschlafen. Habe ich dann auch gemacht und ganz gut vertragen.

Daheim habe ich es mir dann auf dem Sofa gemütlich gemacht. Nach und nach haben leider die Schmerzmittel nachgelassen und ich hatte dann ziemliche Schmerzen bei jeder Bewegung. Mein Mann hat sich aber ganz rührend um mich gekümmert und für mich gekocht und mich umsorgt.

Heute habe ich zwar noch leichte Schmerzen im Bauch und in den Seiten, aber nicht mehr so massiv wie gestern. Jetzt werde ich noch ein bisschen schlafen und später vielleicht etwas lesen. Habe gestern ein ganz tolles Buch angefangen ("Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes).


Ach ja - noch kurz zum Thema Krankmeldung und Arbeit etc.

Ich war Dienstag im Büro, aber da es mir durch die Stimulation nicht so prickelnd ging, ich Schmerzen beim Laufen hatte und mein Kreislauf ziemlich am Boden war, habe ich mich Mittags krank gemeldet und bin heimgegangen. Somit war meine Krankmeldung für den Rest der Woche aber auch plausibel, denn die Kollegen haben ja gesehen, dass es mir nicht gut geht. Mal schauen, ob nächste Woche noch irgendwelche Fragen kommen, was genau ich hatte, aber hoffentlich nicht.


Mittwoch, 22. Mai 2013

Wow

16 Eizellen. Die müssen sich ja richtig gut versteckt haben, dass man die nicht gesehen hat. Wo die wohl alle hergekommen sind?

Mal schauen, wie viele sich davon befruchten lassen etc.

Nun warte ich erst mal, dass ich heim darf und freue mich auf die Couch.

Montag, 20. Mai 2013

Reicht das?

Mittwoch ist der große Tag. Heute Abend darf ich mit Ovitrelle auslösen und Mittwoch ist die Punktion. Die genaue Uhrzeit erfahre ich noch.

Es zwickt und zwackt ja seit ein paar Tagen und seit dem Wochenende ist es unangenehm, sobald ich laufe oder länger stehe. Ich bin ziemlich schnell erschöpft und soll ab jetzt keinen Sport mehr treiben (nicht, dass ich das tun würde, aber ich übertrage das mal auf Gartenarbeit etc. und lege den Schongang ein)

Auf jeden Fall hat der Ultraschall heute gezeigt, dass die Follikel weit genug sind, um auslösen zu können. Aber wenn ich so lese, wieviele Follikel optimal sind, frage ich mich, ob das überhaupt reicht. Der Dok hat schätzungsweise 6-7 Follikel gesehen und nun dreht sich natürlich das Gedankenkarussel. Wie viele davon sind überhaupt ok bzw. wieviele lassen sich dann überhaupt befruchten. Und bleibt überhaupt noch was zum Einfrieren oder muss ich froh sein, wenn zum Schluss einer überbleibt, der eingesetzt wird?

Natürlich möchte ich nicht ungenügsam sein und mit einem Kind wäre ich vollauf zufrieden. Aber ein paar mehr Follikel hätte ich auch genommen.