Gestern hatte ich einen Dreier im Lotto und habe grandiose 9,10 EUR gewonnen. Das sollte doch ein gutes Zeichen sein, oder?
Aber ich habe nicht gut geschlafen. Zehnmillionen Gedanken gingen mir durch den Kopf, ich hatte Panik, dass doch noch irgendwas schiefgegangen ist.
Heute war ich dann so nervös vor dem Transfer, hatte ich doch Angst, dass sich die beiden Krümel nicht brav geteilt haben. Aber die Angst war unbegründet.
Den beiden Turbo-Kampf-Krümeln ( oder kurz Tukkis :-) ) geht es gut und sie haben schon auf uns gewartet.
We proudly present:
Tukki 1 - links oben - ein 5-Zeller
Tukki 2 - rechts unten - ein 6-Zeller
Von jetzt an bin ich dann mal wieder ein bisschen schwanger :-)
"Nun, wo ein Anfang gemacht ist, kommt immer das Beste von selber nach." - Hermann Hesse, Peter Camenzind - Unsere Lösung für den unerfüllten Kinderwunsch heißt IVF. Was genau das heißt und viel mehr lest ihr hier.
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Donnerstag, 18. Juli 2013
Mittwoch, 17. Juli 2013
Achtzehnter Juli Zweitausenddreizehn
Morgen ist der 18. Juli - ist ja nicht schwer, dies mit einem Blick auf den Kalender festzustellen.
Morgen ist unser Transfer - hoffentlich haben ich die beiden Turbo-Kampf-Krümel auch brav geteilt, so dass wir sie auch wirklich zurückbekommen.
Aber morgen wäre auch der 80. Geburtstag von meinem Opa, der viel zu früh und viel zu plötzlich vor ein paar Jahren von uns gegangen ist.
Ich werte dies als gutes Zeichen. Opa wird darauf achten, dass die Krümel auch wirklich zu uns zurückkommen und sich brav einnisten und weiterwachsen. Da glaube ich ganz fest dran!
Morgen ist unser Transfer - hoffentlich haben ich die beiden Turbo-Kampf-Krümel auch brav geteilt, so dass wir sie auch wirklich zurückbekommen.
Aber morgen wäre auch der 80. Geburtstag von meinem Opa, der viel zu früh und viel zu plötzlich vor ein paar Jahren von uns gegangen ist.
Ich werte dies als gutes Zeichen. Opa wird darauf achten, dass die Krümel auch wirklich zu uns zurückkommen und sich brav einnisten und weiterwachsen. Da glaube ich ganz fest dran!
Samstag, 25. Mai 2013
Wie die Schneeflöckchen ihren Weg fanden
Gestern war der große Tag. Ich war tierisch nervös und auch die, die in unserem Umfeld Bescheid wissen, waren ganz hibbelig.
Mein Mann wollte unbedingt beim Transfer dabei sein. Ich fand das toll, dass ihm das so wichtig war. Er hat es sogar so organisieren können, dass er das mit der Arbeit hinbekommt (12.40 Uhr ist ja nun nicht gerade der arbeitnehmerfreundlichste Termin, den es gibt).
Da ich spät. 12.20 Uhr in der Klinik sein sollte, haben wir uns für viertel nach zwölf vor der Klinik verabredet. Kurz vor zwölf klingelte dann mein Telefon und Mann teilte mir mit, dass er seit Ewigkeiten im Stau steckt und noch nicht weiß, wann er da sein kann. Das hat mich so traurig gemacht. Wo es ihm doch so wichtig war, dabeizusein - und dann kommt da so ein blöder Stau daher und hindert ihn daran :-(
So geknickt, wie ich dann war, bin ich noch ein wenig in den Straßen um die Klinik herum langspaziert. Ich hatte ja noch ein wenig Zeit und hoffte noch auf ein Wunder, vielleicht unser Auto um eine Ecke herum kommen zu sehen.
Auf der Straße hat mich dann ein Mann angesprochen, der seinen Hund Gassi geführt hat.
(Kleine Anmerkung: Ich rede nicht gern mit fremden Menschen. Auch freiwillig nicht. Aber unfreiwillig angesprochen zu werden, ist noch viel viel schlimmer.)
Gassigeher: "Warum schauen Sie denn so böse?"
Ich: "Äh - böse? Ne, ich denke nur nach."
Gassigeher: "Und worüber denken Sie nach? Darüber, ob Sie hier in der Gegend wohnen möchten?"
Ich: "Äh - nein... Ich habe ein Haus."
Gassigeher: "Oh - na das ist ja viel schöner."
Ich: "Hmmm... ...danke." und weg war ich...
Da ich nicht auch noch unpünktlich sein wollte, wenn es schon mein Mann nicht schafft, bin ich dann in die Klinik gegangen und habe im Wartezimmer auf den großen Moment gewartet. Im Wartezimmer saßen schon zwei Paare, die sich lautstark unterhalten haben (schienen sich irgendwie zu kennen). Irgendwann habe ich dann draußen an der Anmeldung eine Stimme gehört, die nach meiner besseren Hälfte klang. Und tatsächlich - halb eins war er tatsächlich da. Gott sei Dank!
So ganz im Zeitplan war die Klinik allerdings nicht - zumindest habe ich mich gefragt, warum man unbedingt so viel früher da sein muss, wenn man zur eigentlichen Transferzeit noch im Wartezimmer sitzt. Das hat sich dann mit noch zwei weiteren Pärchen gefüllt - ein paar der Gesichter kamen mir von Mittwoch bekannt vor.
Dann war es soweit und wir durften in den OP-Bereich. Mann durfte auch tatsächlich mit - wie schön :-)
Es war der gleiche OP-Raum wie Mittwoch. An einer Wand hing ein riesiger Bildschirm und als wir den Raum betreten haben, blickten uns von diesem Bildschirm unsere Schneeflöckchen entgegen. Das fand ich richtig toll.
Dann durfte ich mich freimachen und und auf dem Stuhl Platz nehmen. Mann saß daneben auf einem kleinen Stuhl und konnte meine Hand halten. Mit gefüllter Blase war es ein wenig unangenehm, aber vom Eingriff her ja nicht viel anders als ein Abstrich. Ein bisschen merkwürdig fand ich es aber schon, zu wissen, dass jetzt meine Schneeflöckchen in meinen Bauch kommen. Am Bildschirm war dann das Ultraschallbild zu sehen, aber leider hatte ich keine freie Sicht darauf und mein Mann hat nicht allzu viel darauf erkannt. Nachdem die Pipette geleert war, ist noch mal unter dem Mikroskop geprüft worden, ob die beiden wirklich "umgezogen" sind. Alles gut. Fertig waren wir.
Als krönenden Abschluss habe ich dann noch zwei Utrogest verpasst bekommen. Leider habe ich im Beipackzettel gelesen, dass die Erdnussöl enthalten. Da mein Mann absolut allergisch auf Erdnüsse ist, habe ich gefragt, ob es denn noch Alternativen zum Utrogest gäbe. Denn wenn ich mir jetzt für die nächsten Wochen drei Mal täglich diese Erdnussflips einführen darf, hat das nicht ganz so prickelnde Auswirkungen auf unser Liebesleben. Es gab wohl mal ein Gel, aber das ist angeblich nicht mehr im Handel. Hmmm - dann wohl nicht. Müssen wir wohl ein kleines Opfer erbringen...
Daheim habe ich dann erst mal den paar "Eingeweihten" das Bild mit den Schneeflöckchen geschickt. Sind ja auch alle neugierig, wie es gelaufen ist. Meine Mutter meinte direkt, die würden wie Mädchen aussehen :-))) Nun ja - falls es klappt, wissen wir in ein paar Monaten mehr.
Die Schmerzen, die vermutlich von den Eierstöcken kommen, merke ich heute kaum noch. Dafür schlucke ich auch täglich brav das Cabergolin. Leider wird mir davon ziemlich übel und ich habe auch kaum Appetit. Ich weiß, dass ich vernünftig essen muss, aber es fällt mir recht schwer.
Das soll es erst mal gewesen sein - habe schon wieder viel zu viel geschrieben und euch bestimmt fast zu Tode gelangweilt.
Gerade habe ich festgestellt, dass mein Handy mich gar nicht an meine Mittags-Dosis Erdnussflips erinnert hat. Mist. Dabei habe ich doch gestern Abend extra sämtliche Medikamente-Zeiten einprogrammiert. Blödes Ding.
Habt noch ein schönes Wochenende, meine lieben Blogschwestern.
Mein Mann wollte unbedingt beim Transfer dabei sein. Ich fand das toll, dass ihm das so wichtig war. Er hat es sogar so organisieren können, dass er das mit der Arbeit hinbekommt (12.40 Uhr ist ja nun nicht gerade der arbeitnehmerfreundlichste Termin, den es gibt).
Da ich spät. 12.20 Uhr in der Klinik sein sollte, haben wir uns für viertel nach zwölf vor der Klinik verabredet. Kurz vor zwölf klingelte dann mein Telefon und Mann teilte mir mit, dass er seit Ewigkeiten im Stau steckt und noch nicht weiß, wann er da sein kann. Das hat mich so traurig gemacht. Wo es ihm doch so wichtig war, dabeizusein - und dann kommt da so ein blöder Stau daher und hindert ihn daran :-(
So geknickt, wie ich dann war, bin ich noch ein wenig in den Straßen um die Klinik herum langspaziert. Ich hatte ja noch ein wenig Zeit und hoffte noch auf ein Wunder, vielleicht unser Auto um eine Ecke herum kommen zu sehen.
Auf der Straße hat mich dann ein Mann angesprochen, der seinen Hund Gassi geführt hat.
(Kleine Anmerkung: Ich rede nicht gern mit fremden Menschen. Auch freiwillig nicht. Aber unfreiwillig angesprochen zu werden, ist noch viel viel schlimmer.)
Gassigeher: "Warum schauen Sie denn so böse?"
Ich: "Äh - böse? Ne, ich denke nur nach."
Gassigeher: "Und worüber denken Sie nach? Darüber, ob Sie hier in der Gegend wohnen möchten?"
Ich: "Äh - nein... Ich habe ein Haus."
Gassigeher: "Oh - na das ist ja viel schöner."
Ich: "Hmmm... ...danke." und weg war ich...
Da ich nicht auch noch unpünktlich sein wollte, wenn es schon mein Mann nicht schafft, bin ich dann in die Klinik gegangen und habe im Wartezimmer auf den großen Moment gewartet. Im Wartezimmer saßen schon zwei Paare, die sich lautstark unterhalten haben (schienen sich irgendwie zu kennen). Irgendwann habe ich dann draußen an der Anmeldung eine Stimme gehört, die nach meiner besseren Hälfte klang. Und tatsächlich - halb eins war er tatsächlich da. Gott sei Dank!
So ganz im Zeitplan war die Klinik allerdings nicht - zumindest habe ich mich gefragt, warum man unbedingt so viel früher da sein muss, wenn man zur eigentlichen Transferzeit noch im Wartezimmer sitzt. Das hat sich dann mit noch zwei weiteren Pärchen gefüllt - ein paar der Gesichter kamen mir von Mittwoch bekannt vor.
Dann war es soweit und wir durften in den OP-Bereich. Mann durfte auch tatsächlich mit - wie schön :-)
Es war der gleiche OP-Raum wie Mittwoch. An einer Wand hing ein riesiger Bildschirm und als wir den Raum betreten haben, blickten uns von diesem Bildschirm unsere Schneeflöckchen entgegen. Das fand ich richtig toll.
Dann durfte ich mich freimachen und und auf dem Stuhl Platz nehmen. Mann saß daneben auf einem kleinen Stuhl und konnte meine Hand halten. Mit gefüllter Blase war es ein wenig unangenehm, aber vom Eingriff her ja nicht viel anders als ein Abstrich. Ein bisschen merkwürdig fand ich es aber schon, zu wissen, dass jetzt meine Schneeflöckchen in meinen Bauch kommen. Am Bildschirm war dann das Ultraschallbild zu sehen, aber leider hatte ich keine freie Sicht darauf und mein Mann hat nicht allzu viel darauf erkannt. Nachdem die Pipette geleert war, ist noch mal unter dem Mikroskop geprüft worden, ob die beiden wirklich "umgezogen" sind. Alles gut. Fertig waren wir.
Als krönenden Abschluss habe ich dann noch zwei Utrogest verpasst bekommen. Leider habe ich im Beipackzettel gelesen, dass die Erdnussöl enthalten. Da mein Mann absolut allergisch auf Erdnüsse ist, habe ich gefragt, ob es denn noch Alternativen zum Utrogest gäbe. Denn wenn ich mir jetzt für die nächsten Wochen drei Mal täglich diese Erdnussflips einführen darf, hat das nicht ganz so prickelnde Auswirkungen auf unser Liebesleben. Es gab wohl mal ein Gel, aber das ist angeblich nicht mehr im Handel. Hmmm - dann wohl nicht. Müssen wir wohl ein kleines Opfer erbringen...
Daheim habe ich dann erst mal den paar "Eingeweihten" das Bild mit den Schneeflöckchen geschickt. Sind ja auch alle neugierig, wie es gelaufen ist. Meine Mutter meinte direkt, die würden wie Mädchen aussehen :-))) Nun ja - falls es klappt, wissen wir in ein paar Monaten mehr.
Die Schmerzen, die vermutlich von den Eierstöcken kommen, merke ich heute kaum noch. Dafür schlucke ich auch täglich brav das Cabergolin. Leider wird mir davon ziemlich übel und ich habe auch kaum Appetit. Ich weiß, dass ich vernünftig essen muss, aber es fällt mir recht schwer.
Das soll es erst mal gewesen sein - habe schon wieder viel zu viel geschrieben und euch bestimmt fast zu Tode gelangweilt.
Gerade habe ich festgestellt, dass mein Handy mich gar nicht an meine Mittags-Dosis Erdnussflips erinnert hat. Mist. Dabei habe ich doch gestern Abend extra sämtliche Medikamente-Zeiten einprogrammiert. Blödes Ding.
Habt noch ein schönes Wochenende, meine lieben Blogschwestern.
Freitag, 24. Mai 2013
Willkommen in meinem Bauch
Liebe Schneeflöckchen,
herzlich willkommen in meinem Bauch. Ich hoffe, ihr fühlt euch wohl und macht es euch für die nächsten Monate schön kuschlig.
herzlich willkommen in meinem Bauch. Ich hoffe, ihr fühlt euch wohl und macht es euch für die nächsten Monate schön kuschlig.
♥ ♥ ♥
Donnerstag, 23. Mai 2013
Vorschau auf Morgen und Rückblick auf Gestern
Punktion + 1 / Transfer - 1
Ich hasse das, wenn man stundenlang aufs Telefon starrt, weil man auf einen Anruf wartet. Als wenn das Telefon dadurch eher klingeln würde.
Die Biologin hat mich gerade angerufen und wir bekommen morgen zwei hübsche Zellhäuflein zurück. Das ist ja genau das, was ich hören wollte und alles andere ließ sich unsererseits sowieso nicht beeinflussen. Der Transfer ist für morgen 12.40 geplant und ich bekomme auch ein Foto von den kleinen Häuflein (ich habe schon mal gefragt, falls ich es morgen vergesse und die Biologin sagte mir, dass das sowieso Standard in der Klinik wäre).
Aber der Vollständigkeit halber hier trotzdem die Information in ihrer Gesamtheit:
Von den 16 Eizellen haben sich 8 regulär befruchten lassen. Das Sperma sah gut aus (was ich angesichts angeblicher Teratozoospermie und Parvisemie erstaunlich finde, aber ich bin ja kein Experte).
Ein Teil der Eizellen war noch nicht reif, was angesichts der Tatsache, dass Montag nur ein Teil sichtbar war, vermutlich nicht verwunderlich ist. Eine Zelle hat sich nur inkorrekt befruchten lassen.
Von den 8 Eizellen haben sie nun die Besten für den morgigen Transfer ausgesucht. Allerdings ist die Qualität insgesamt nicht so gut, als dass sie ein Einfrieren überstehen würden, also wird es keine Eisbärchen geben. Darauf hatte ich aufgrund der Anzahl der Eizellen eigentlich gehofft, denn wenn ich überlege, dass ich die gleiche Prozedur vielleicht bald wieder machen darf, graut es mir ein wenig, aber wir sind ja schließlich nicht bei "Wünsch dir was". Und mit meinen beiden Zellhäuflein werde ich vollauf zufrieden sein und hoffe sehr, dass mind. einer davon die nächsten 40 Wochen in meinem Bauch wächst und gedeiht.
Ich würde gern noch zwei Fragen in den Raum werfen, die mir vielleicht jemand beantworten kann:
1. Habt ihr eine Ahnung, warum ich 1h vor dem Transfer nicht mehr auf die Toilette darf bzw. die Blase gut gefüllt sein soll?
2. Da ich ja dann zumindest ein bisschen schwanger sein werde, soll ich mich dann schon exakt an sämtliche Ernährungsempfehlungen für Schwangere halten? Das werde ich vermutlich tun, sonst hätte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber, aber wie macht ihr das?
Ich wollte auch noch mal den gestrigen Tag ein wenig auseinandernehmen und noch ein bisschen was zur Punktion berichten:
Ich bin ja ein absoluter Pünktlichkeitsfanatiker und nachdem wir gestern um einiges später losgefahren sind als geplant habe ich die ganze Autofahrt nur auf die Uhr gestarrt. Wider Erwarten haben wir es absolut pünktlich geschafft und sogar auf dem Klinikparkplatz einen Platz gefunden. Mit Parkplatz suchen wäre das demnach nichts geworden, aber das Glück war auf unserer Seite.
Im Infoblatt der Klinik stand, dass die Partner im OP-Bereich keinen Zutritt haben, aber ich war trotzdem ziemlich enttäuscht, als ich ohne meinen Mann dort reingehen musste und ich ihn erst wiedersehen würde, wenn es nach Hause geht.
Im OP-Bereich gab es 5 separate Zimmerchen, jeweils mit Bett, Stuhl und abschließbarem Schrank. Das fand ich gut, denn direkt neben anderen Damen liegen zu müssen, davor hat mir schon gegraut. Im meinem Zimmer hat mich direkt ein Briefumschlag empfangen - darin lag bereits die Rechnung der Narkoseärztin. Hätte man mir den nicht im Nachgang geben können???
Zum Glück musste man nicht so ein furchtbares OP-Hemdchen anziehen, sondern durfte ein eigenes Nachthemd tragen (die Suche danach hat mich allerdings fast zur Verzweiflung gebracht, denn üblicherweise trage ich so etwas nicht und ich hatte die alten Nachthemden schon für die Altkleidersammlung ausrangiert - aber nach längerem Suchen wiedergefunden und noch mal schnell gewaschen :-) ).
Im OP hat mich schon mein behandelnder Arzt Prof. K. erwartet. Die Einleitung zur Narkose fand ich nicht so angenehm - ich hatte einen ganz komischen Geschmack im Mund - aber viel Zeit, darüber nachzudenken, hatte ich dann nicht, denn dann habe ich auch schon geschlafen.
Aufgewacht bin ich dann im Bettchen in meinem Zimmer - aber wie haben sie mich vom OP-Stuhl ins Bett bekommen? Ich hatte ziemliche Bauchschmerzen, habe dann aber per Tropf direkt ein Schmerzmittel bekommen und nach einer Stunde war ich schmerzfrei. Irgendwann ging die Tür auf und mein Mann kam herein - das hatte mich tierisch gefreut, dachte ich doch, Männer dürfen gar nicht rein. Aber wenn alle OPs gelaufen sind und jede Dame wieder in ihrem Zimmer liegt, haben sie wohl doch Zutritt.
Dann hat er mir erst mal von seinem Teil des "Beitrags" erzählt - stelle ich mir nicht sehr angenehm vor, so auf Kommando...
Irgendwann kam dann Prof. K. und berichtete von der Ausbeute. Leider ist er morgen nicht da, so dass ein anderer Arzt den Transfer durchführen wird, aber er meinte, wir würden uns dann zum Baby-TV wiedersehen :-)
Da aufgrund der Anzahl der Eizellen eine Gefahr der Überstimulation da ist, hat er mir noch Cabergolin verschrieben. Daheim habe ich dann in der Packungsbeilage gelesen, dass die nicht bei niedrigem Blutdruck genommen werden sollen. Da das bei mir aber der Fall ist, habe ich dann zur Sicherheit noch mal in der Klinik angerufen - darf ich trotzdem nehmen, aber am Besten direkt vorm Einschlafen. Habe ich dann auch gemacht und ganz gut vertragen.
Daheim habe ich es mir dann auf dem Sofa gemütlich gemacht. Nach und nach haben leider die Schmerzmittel nachgelassen und ich hatte dann ziemliche Schmerzen bei jeder Bewegung. Mein Mann hat sich aber ganz rührend um mich gekümmert und für mich gekocht und mich umsorgt.
Heute habe ich zwar noch leichte Schmerzen im Bauch und in den Seiten, aber nicht mehr so massiv wie gestern. Jetzt werde ich noch ein bisschen schlafen und später vielleicht etwas lesen. Habe gestern ein ganz tolles Buch angefangen ("Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes).
Ach ja - noch kurz zum Thema Krankmeldung und Arbeit etc.
Ich war Dienstag im Büro, aber da es mir durch die Stimulation nicht so prickelnd ging, ich Schmerzen beim Laufen hatte und mein Kreislauf ziemlich am Boden war, habe ich mich Mittags krank gemeldet und bin heimgegangen. Somit war meine Krankmeldung für den Rest der Woche aber auch plausibel, denn die Kollegen haben ja gesehen, dass es mir nicht gut geht. Mal schauen, ob nächste Woche noch irgendwelche Fragen kommen, was genau ich hatte, aber hoffentlich nicht.
Ich hasse das, wenn man stundenlang aufs Telefon starrt, weil man auf einen Anruf wartet. Als wenn das Telefon dadurch eher klingeln würde.
Die Biologin hat mich gerade angerufen und wir bekommen morgen zwei hübsche Zellhäuflein zurück. Das ist ja genau das, was ich hören wollte und alles andere ließ sich unsererseits sowieso nicht beeinflussen. Der Transfer ist für morgen 12.40 geplant und ich bekomme auch ein Foto von den kleinen Häuflein (ich habe schon mal gefragt, falls ich es morgen vergesse und die Biologin sagte mir, dass das sowieso Standard in der Klinik wäre).
Aber der Vollständigkeit halber hier trotzdem die Information in ihrer Gesamtheit:
Von den 16 Eizellen haben sich 8 regulär befruchten lassen. Das Sperma sah gut aus (was ich angesichts angeblicher Teratozoospermie und Parvisemie erstaunlich finde, aber ich bin ja kein Experte).
Ein Teil der Eizellen war noch nicht reif, was angesichts der Tatsache, dass Montag nur ein Teil sichtbar war, vermutlich nicht verwunderlich ist. Eine Zelle hat sich nur inkorrekt befruchten lassen.
Von den 8 Eizellen haben sie nun die Besten für den morgigen Transfer ausgesucht. Allerdings ist die Qualität insgesamt nicht so gut, als dass sie ein Einfrieren überstehen würden, also wird es keine Eisbärchen geben. Darauf hatte ich aufgrund der Anzahl der Eizellen eigentlich gehofft, denn wenn ich überlege, dass ich die gleiche Prozedur vielleicht bald wieder machen darf, graut es mir ein wenig, aber wir sind ja schließlich nicht bei "Wünsch dir was". Und mit meinen beiden Zellhäuflein werde ich vollauf zufrieden sein und hoffe sehr, dass mind. einer davon die nächsten 40 Wochen in meinem Bauch wächst und gedeiht.
Ich würde gern noch zwei Fragen in den Raum werfen, die mir vielleicht jemand beantworten kann:
1. Habt ihr eine Ahnung, warum ich 1h vor dem Transfer nicht mehr auf die Toilette darf bzw. die Blase gut gefüllt sein soll?
2. Da ich ja dann zumindest ein bisschen schwanger sein werde, soll ich mich dann schon exakt an sämtliche Ernährungsempfehlungen für Schwangere halten? Das werde ich vermutlich tun, sonst hätte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber, aber wie macht ihr das?
Ich wollte auch noch mal den gestrigen Tag ein wenig auseinandernehmen und noch ein bisschen was zur Punktion berichten:
Ich bin ja ein absoluter Pünktlichkeitsfanatiker und nachdem wir gestern um einiges später losgefahren sind als geplant habe ich die ganze Autofahrt nur auf die Uhr gestarrt. Wider Erwarten haben wir es absolut pünktlich geschafft und sogar auf dem Klinikparkplatz einen Platz gefunden. Mit Parkplatz suchen wäre das demnach nichts geworden, aber das Glück war auf unserer Seite.
Im Infoblatt der Klinik stand, dass die Partner im OP-Bereich keinen Zutritt haben, aber ich war trotzdem ziemlich enttäuscht, als ich ohne meinen Mann dort reingehen musste und ich ihn erst wiedersehen würde, wenn es nach Hause geht.
Im OP-Bereich gab es 5 separate Zimmerchen, jeweils mit Bett, Stuhl und abschließbarem Schrank. Das fand ich gut, denn direkt neben anderen Damen liegen zu müssen, davor hat mir schon gegraut. Im meinem Zimmer hat mich direkt ein Briefumschlag empfangen - darin lag bereits die Rechnung der Narkoseärztin. Hätte man mir den nicht im Nachgang geben können???
Zum Glück musste man nicht so ein furchtbares OP-Hemdchen anziehen, sondern durfte ein eigenes Nachthemd tragen (die Suche danach hat mich allerdings fast zur Verzweiflung gebracht, denn üblicherweise trage ich so etwas nicht und ich hatte die alten Nachthemden schon für die Altkleidersammlung ausrangiert - aber nach längerem Suchen wiedergefunden und noch mal schnell gewaschen :-) ).
Im OP hat mich schon mein behandelnder Arzt Prof. K. erwartet. Die Einleitung zur Narkose fand ich nicht so angenehm - ich hatte einen ganz komischen Geschmack im Mund - aber viel Zeit, darüber nachzudenken, hatte ich dann nicht, denn dann habe ich auch schon geschlafen.
Aufgewacht bin ich dann im Bettchen in meinem Zimmer - aber wie haben sie mich vom OP-Stuhl ins Bett bekommen? Ich hatte ziemliche Bauchschmerzen, habe dann aber per Tropf direkt ein Schmerzmittel bekommen und nach einer Stunde war ich schmerzfrei. Irgendwann ging die Tür auf und mein Mann kam herein - das hatte mich tierisch gefreut, dachte ich doch, Männer dürfen gar nicht rein. Aber wenn alle OPs gelaufen sind und jede Dame wieder in ihrem Zimmer liegt, haben sie wohl doch Zutritt.
Dann hat er mir erst mal von seinem Teil des "Beitrags" erzählt - stelle ich mir nicht sehr angenehm vor, so auf Kommando...
Irgendwann kam dann Prof. K. und berichtete von der Ausbeute. Leider ist er morgen nicht da, so dass ein anderer Arzt den Transfer durchführen wird, aber er meinte, wir würden uns dann zum Baby-TV wiedersehen :-)
Da aufgrund der Anzahl der Eizellen eine Gefahr der Überstimulation da ist, hat er mir noch Cabergolin verschrieben. Daheim habe ich dann in der Packungsbeilage gelesen, dass die nicht bei niedrigem Blutdruck genommen werden sollen. Da das bei mir aber der Fall ist, habe ich dann zur Sicherheit noch mal in der Klinik angerufen - darf ich trotzdem nehmen, aber am Besten direkt vorm Einschlafen. Habe ich dann auch gemacht und ganz gut vertragen.
Daheim habe ich es mir dann auf dem Sofa gemütlich gemacht. Nach und nach haben leider die Schmerzmittel nachgelassen und ich hatte dann ziemliche Schmerzen bei jeder Bewegung. Mein Mann hat sich aber ganz rührend um mich gekümmert und für mich gekocht und mich umsorgt.
Heute habe ich zwar noch leichte Schmerzen im Bauch und in den Seiten, aber nicht mehr so massiv wie gestern. Jetzt werde ich noch ein bisschen schlafen und später vielleicht etwas lesen. Habe gestern ein ganz tolles Buch angefangen ("Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes).
Ach ja - noch kurz zum Thema Krankmeldung und Arbeit etc.
Ich war Dienstag im Büro, aber da es mir durch die Stimulation nicht so prickelnd ging, ich Schmerzen beim Laufen hatte und mein Kreislauf ziemlich am Boden war, habe ich mich Mittags krank gemeldet und bin heimgegangen. Somit war meine Krankmeldung für den Rest der Woche aber auch plausibel, denn die Kollegen haben ja gesehen, dass es mir nicht gut geht. Mal schauen, ob nächste Woche noch irgendwelche Fragen kommen, was genau ich hatte, aber hoffentlich nicht.
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